Post für Internetausdrucker

Gerade eben noch den Öko-Spot der Piratenpartei verlinkt und gegrinst und kurz darauf bleibt mir das Lachen im Halse stecken. Chip Online meldet:

Das Brief-Geschäft boomt schon lange nicht mehr und langsam aber sicher braucht die Deutsche Post ein neues Geschäftsmodell um die wegbrechenden Umsätze aufzufangen. Was liegt da also näher, als den Brief-Nachfolger E-Mail einfach ausgedruckt zu verschicken?

Andere Dienste wie Golem oder die Welt berichten, daß die Post hier einen revolutionären Dienst plant: Briefe per Internet. Ach? Gibt es schon? Haben nur die Manager von der Post nix von gewusst…

Ja, da sieht man mal, wie verzweifelt die Post sein muß. Dabei habe ich heute erst wieder 16,40 Euro für Briefe nach Italien und Senegal abgedrückt. Lustig war, daß die Dame in der Postagentur (ein Post”amt”) haben wir ja schon lange nicht mehr) keinen blassen Schimmer hatte, wo auf dem Globus denn Senegal ist. Da habe ich ihr dann den Tipp “Afrika” gegeben und sie meinte “Ach, das ist dann Welt”.


Leyenhafter Kinderschutz

Gestern habe ich diesen Artikel vom LawBlog schon im RSS-Feed gesehen, aber noch nix damit anfangen können weil mein Newsbeuter da nur das Wort “Leseempfehlung” drin hatte ohne den damit verlinkten Artikel in den Links zu haben. Heute beim Lesen von Kristian kam dann aber die Idee, das doch mal mit dem Webbrowser zu probieren.

Ja, beim Lesen des verlinkten Artikels steigt der Adrenalinpegel im Blut ganz massiv an. Das belegen auch die mittlerweile über 180 Kommentare im LawBlog. Und da auch ich dieses Thema für sehr wichtig halte verbreite ich diese Links natürlich weiter.

One for the night: Nein meine Söhne geb ich nicht

Gerade eben hat mir YouTube ein schönes Video empfohlen:

Reinhard Mey ist hier wieder sehr direkt und obowhl der Song bestimmt schon recht alt ist passt er doch zum heutigen Tagesgeschehen.

Tagesgeschehen das im konkreten Fall heißt, das deutsche Streitkräfte bei ihrer “humanitären Hilfsmission” in Afghanistan nun mit Panzern und schwerer Artellerie unterwegs sind. Auch wenn die Bundesregierung und allen voran Verteidigungsminister Jung sich maximal anstrengen das Wort “Krieg” zu vermeiden gibt es doch keinen anderen Begriff um die Situation in Afghanistan zu beschreiben.

Erstaunlicherweise hat heute sogar der Redakteur der Augsburger Allgemeinen, Rainer Bohnhorst in seinem Kommentar dieses Wort sehr deutlich ausgesprochen. Da war ich echt erstaunt, denn bislang war die Zeitung eher auf Regierungslinie und vermeidete das Kind beim Namen zu nennen.

Ebooks auf dem Schlepptop

Gerade eben habe ich gesehen, dass Beam nun die Perry Rhodan Hefte auch im epub-Format anbietet. Da habe ich mich erst mal über epub schlau machen müssen, es ist ein offenes Format und es gibt eine ganze Menge Reader-Software dafür, unter anderem für Mobiletelefone oder auch Online-Reader wie Bookworm. Da es bei Beam die Jubiläumsausgabe von Perry Rhodan Nr. 2500 gratis gibt habe ich mir die mal im epub Format runtergezogen und gesehen was ich damit tun kann.

Laut Wikipedia und anderen Quellen kann auch Mobipocket das ich auf dem Palm habe mit diesem Format. Das war allerdings ein Schuß in den Ofen, mein Palm ist nach Speichern dieser Datei auf der Speicherkarte abgestürzt. Später las ich dann, dass man wohl die Datei über den Desktop-Reader exportieren muß, und das ist dann schon wieder ein K.O.-Kriterium denn der Desktop-Mobipocket läuft nur unter Windows.

Die Datei selbst ist eine Datei im ZIP-Format und kann mit unzip entpackt werden. Da findet sich dann ein Verzeichnis Ops mit einigen XML und vielen HTML-Files und in den HTML-Files ist der Text des eBooks. Könnte man also schon im Browser lesen. Aber so richtig Spaß macht das nicht.

Da habe ich ein wenig weiter gesucht und bin auch Lucidor als ebook-Reader gestoßen. Der braucht allerdings dann schon Xulrunner oder Firefox aus Lenny, also hat mein Notebook für einen Test herhalten müssen. Lucidor entpackt sich und hat ein Shellskript das ihn startet. Tut man das, dann erscheint eine ganz nette Reader-Oberfläche und man kann das eBook öffnen und lesen. Das werde ich jetzt mal als Bettlektüre tun und schauen, wieviel Spaß es macht, so ein Buch auf dem Notebook zu lesen.

Trotzdem ist immer noch die Unsicherheit, ob die anderen Hefte im epub-Format dann genauso gut gehen oder wegen irgendwelchem DRM-Müll der nur mit Windows-Softtware läuft sich dann auf meinem Notebook wieder verweigern. Aber das kann ich dann immer noch prüfen wenn der Selbstversuch nun erfolgreich verläuft.

Blogstatistik ist was tolles

Heute hatte mein Blog bislang 337 Besucher. Und wenn ich mir die Top-Suchanfragen anschaue, dann sehe ich folgendes:

Search Views
seefest haunstetten 2009 5
qdvdauthor tutorial 3
ich wähle ihn nicht 2
piratenpartei 2
mazda europa service 2
01042 abzocke 12 cent 2

Offensichtlich bin ich also nicht der einzige, der mit QDVDAuthor und dessen “intuitivre Benutzeroberfläche” zu kämpfen hat. Da ich am Wochenende die neuste Version 1.10 runtergeladen und gebaut habe werde ich vielleicht in den nächsten Tagen ein wenig mehr darüber schreiben, Donnerstag ist Kindergartenfest und dann ist wieder Filmen und DVDs machen angesagt.

Interessant sind aber auch andere Themen wie Linux und Midi, oder Videoschnitt im allgemeinen. Klar, jede Anfrage taucht da nur einmal auf, aber wenn man manche Suchbegriffe in Google eingibt und dann sieht, dass das eigene Blog erst auf den “hinteren Seiten” der Trefferliste auftaucht, dann hat man schon die Vermutung, daß mancher der hierher geschickt wird recht verzweifelt ist.

Aber immerhin bin ich beim Suchbegriff “König der Terroristen” auf Rang 4 der Google-Trefferliste. Siehe untenstehendes Bild.

Google Screenshot

Google Screenshot

Jetzt bekomme ich bestimmt auch einen Spitzenplatz auf Schäubles Anti-Terror-Liste.

Staatanwalt klagt Jörg Tauss an

Heute morgen meldete Heise dass die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Anklage gegen Jörg Tauss erheben will. Diese Neuigkeit hat Oberstaatsanwalt Rehring aber nicht zuerst dem Beschuldigten mitgeteilt sondern der Bildzeitung.

Am frühen Nachmittag kam dann die Meldung dass die Generalstaatsanwältin Hügel daraufhin die Staatsanwaltschaft Karlsruhe kritisiert hat. An dieser Stelle frage ich mich dann schon, ob unser Rechtsstaat noch richtig funktioniert, denn der Herr Rehring hat sich ja auch schon bei der ersten Hausdurchsuchung bei Jörg Tauss als sehr auskunftsfreudig erwiesen.

Dieser Vorgang findet daher auch eine entsprechende Würdigung im Lawblog. Dort liest man:

“Eine unnötige Bloßstellung der Person ist zu vermeiden. … Der Anspruch des Beschuldigten auf ein faires Verfahren darf nicht beeinträchtigt werden.”

Schon hier hätte der Herr Staatsanwalt wohl eine andere Entscheidung treffen müssen. Es hätte ihm nämlich klar sein können, welchen Wirbel seine Ankündigung verursachen wird, auch, mit welchem Zungenschlag. Dies gilt umso mehr, als ja schon die Durchsuchungen bei Tauss von zahlreichen PR-Stunts der Staatsanwaltschaft begleitet waren.

Angesichts der Vorgänge um Jörg Tauss erinnert das Prozedere aber eher an eine mittelalterlich Hexenjagd als an einen Rechtsstaat. Auf der Homepage von Jörg Tauss findet man dann auch eine passende Erklärung seines Rechtsanwaltes.

Ein wenig seltsam erscheint mir auch die sonstige Berichterstattung in der Presse. Sowohl Focus als auch Stern berichten, dass die Piratenpartei laut Aussage von Aaron Koenig, Mitglied des Bundesparteivorstandes und nicht mit mir verwandt, weiterhin zu Tauss stehe. Das hätte man so gegenüber der Financial Times Deutschland so geäußert. Interessanterweise bringt mir eine Suche nach den Begriffen “Tauss Aaorn Koenig” auf FTD nur wieder links auf den Stern. Selbst schreiben will FTD diese News wohl nicht.

Einen relativ neutralen Artikel hat die Süddeutsche Zeitung online, die Frankfurter Rundschau hingegen macht munter mit bei der Hexenjagd. Just for fun habe ich jetzt mal auch die Startseite der Bild aufgerufen, da ist Tauss schon wieder raus, dafür liest man 27 mal das Wort “Sex” und 6 mal das Wort “Porno”. Man merkt also gleich, wo der Schwerpunkt dieser Zeitung ist. Umso mehr erstaunt es einen, dass genau dieses Blatt von der Staatsanwaltschaft so freizügig versorgt wird.

Stellungnahme zur Ariel-Geschichte

Auf kochsiek.org gibt es eine Stellungnahme von Procter & Gamble zum Ariel-Flaschenvergleich. Offensichtlich wurde hier eine sehr alte Flasche aus 2005 mit einer neuen Flasche aus 2009 verglichen.

Hier noch die Fakten:
2005 = 20 Waschladungen = Inhalt 1.5Lt
2008 = 18 Waschladungen = Inhalt 1.26Lt
2009 = 18 + 2 Waschladungen = Inhalt: 1.4Lt = + 10% geg. 2008

Irgendwie erinnert das wieder an die “Wir schenken ihnen die Mehrwertsteuer”-Aktionen in den Discount-Märkten die natürlich vor dieser Aktion die Preise dezent angehoben haben. Besonders interessant ist aber auch die Aussage über die Umweltverträglichkeit:

Das heisst, heute sind 1,4 Lt so ergiebig wie 1,5 Ltvor vier Jahren. Je weniger Waschmittel gebraucht wird, desto besser ist es für die Umwelt.

So in erster Näherung heißt so ein Satz für mich eigentlich nur, daß das neue Waschmittel “höher konzentriert” ist als das alte. Oder anders ausgedrückt, um auf 1 Promille Alkohol im Blut zu kommen muß ich entweder eine Menge X von Bier oder eine Menge Y von Schnaps trinken (was ich natürlcih nicht tue). Y ist wegen der höheren Alkoholkonzentration im Getränk natürlich weniger als X, trotzdem muß mein Körper die gleiche Menge Alkohol im Blut abbauen. Ähnlich dürfte es mit der Natur und dem Abbauen von Waschmitteln sein.