Links für 2009-11-16

Heute wieder mal ein paar Links auf lesenswerte Artikel im Internet:

  • Immer weniger Ware” – Telepolis hat einen schönen Artikel, wie wir mit immer weniger Packungsinhalt manche versteckte Preiserhöhung verpasst bekommen.
  • Real 3D Mandelbulb” – Mandelbrot-Fraktale in 3D, wow (via Fefe)
  • systemrelevant” – NetReaper vergleicht Banken und Menschen
  • “... und Zensur findet doch statt!” – Ingo Jürgensmann berichtet über den Maulkorb am Deutschen Historischen Museum

Parken nach Gehör

Diese Parkmethode hat heute wohl einer benutzt der vor unserem Auto parkte. Bemerkt habe ich das daran, dass unser Kennzeichen nun einen horizontalen Knick etwa in der Mitte hat und der Kennzeichenhalter zersplittert ist. Anscheinend hat also jemand unser Auto beim Ein- oder Ausparken getroffen. Und sich dann wie es so schön im Gesetzestext heißt “unerlaubt von der Unfallstelle entfernt”. Da kommt Freude auf. Ich muß mal in der Werkstatt anfragen, was so ein Kennzeichenhalter kostet, aber eine Anzeige wird wohl nix bringen. Und der Schaden ist zwar minimal, aber trotzdem ärgerlich.

Mein erstes Panoramafoto

Heute war halbwegs gutes Wetter und so bin ich mittags mal nach Königsbrunn gefahren um dort den aufgeschütteten Hügel zu erklimmen den sie aus dem Aushub von diversen Baustellen gemacht haben. Von dort oben hat man eine gute Fernsicht und da habe ich dann die Kamera aufs Stativ gepackt und mal versucht, ein Panorama einzufangen. Was gar nicht so einfach ist, wenn man zwei Kinder dabei hat die ständig den Berg wieder runterrollen wollen.

Der erste Schreck war dann auch, dass der Akku in der Kamera wohl total leer war, denn beim ersten Einschalten tat sich gar nix. Zum Glück habe ich für diese Fälle aber immer den Ersatzakku dabei. Dann mal durch den Sucher gepeilt und versucht den Zoom des Teleobjektives so einzustellen, dass ich an den Rändern überlappe. Dann mehrere Schwenks und alle 20 oder 10 Grad ausgelöst, mit diversen Belichtungsparametern von “Programm” bis “Manuelle Belichtung”.

Daheim dann die Ausbeute des Tages gesichtet. Enttäuschung. Das was ich im Kamerasucher sehe ist wohl mehr als der Bildsensor sieht, ich habe leider viele Bilder so ganz ohne Überlappung. Aber immerhin habe ich drei Bilder am Stück die ich mit Hugin als kleines Panorama zusammensetzen konnte.

pano1-web

Leider war die Fernsicht nicht ganz so gut wie ich es mir erhofft hatte und der Alpenkamm ist kaum sichtbar. Aber für den nächsten Panoramatermin im Frühjahr, wenn es so richtig Föhn hat und man die Berge besser sieht werde ich mir die heutigen Erfahrungen merken und dann den nächsten Versuch starten.

Bis dahin werde ich mich auch nochmal intensiv mit meiner D40 auseinandersetzen, es ist nämlich auch blöd, wenn  man auf dem Berg steht und dann wieder überlegen muß, wie man die manuelle Belichtung einstellt.

B17: Vollsperrung nach Unfall

So drückt es gerade der Verkehrsfunk aus. Wir waren in Königsbrunn bei der Bereitschaftspolizei um Anna vom Judo abzuolen und von dort aus hat man einen schönen Blick auf die B17 Richtung Augsburg. Rote Lichter die sich nicht bewegen, also Stau und dann Fahrzeuge mit Blaulicht die in beiden Richtungen unterwegs sind. Mitwartende haben insgesamt 34 Einsatzfahrzeuge gezählt, das deutet auf einen etwas heftigeren Unfall hin. Bin mal gespannt, was da wieder passiert ist. Die Seite der Augsburger Allgemeinen schweigt sich derzeit noch aus.

Keine Panik, dieses Blog soll jetzt nicht zum Verkehrsfunksender mutieren, aber irgendwie macht man sich angesichts der Menge von blauen Lichtern die da unterwegs waren dann schon Gedanken.

Update: Die Webseite der Augsburger Allgemeinen spricht mittlerweile von 3 Unfällen die sich im Bereich der Ausfahrt Haunstetten(Inningen ereignet haben. Als ich gerade vom Verein aus nach Hause ging habe ich immer och Feuerwehrfahrzeuge bei den Bergungsarbeiten gesehen. Insgesamt gab es wohl 9 Verletzte, eine Person soll schwer verletzt worden sein.

Wenig los hier?

Die letzten Tage war ich intensiv am Basteln für unsere Vereinswebseite. Also Umstellung auf die aktuelle Version von Joomla und Installation von neuen Komponenten für den Download-Manager und die Fotogalerie. Jetzt ist alles wieder so weit dass es produktiv laufen kann und ich habe wieder mehr Zeit um hier ein wenig zu schreiben.

Und für die Vereinswebseite muß ich jetzt dann ein paar Funktionäre ermutigen, sich da auch ein wenig zu betätigen. Kann ja nicht sein, dass ich alles alleine machen muss.

R

Nein, die Überschrift ist nicht unvollständig. In den letzten Tagen habe ich mich ein wenig mit R beschäftigt und bin begeistert. R ist so was wie GNU S, aber wer von S noch nix gehört hat ist damit auch nicht schlauer als zuvor. Daher hier mal von der CRAN-Seite zitiert:

R is `GNU S’, a freely available language and environment for statistical computing and graphics which provides a wide variety of statistical and graphical techniques: linear and nonlinear modelling, statistical tests, time series analysis, classification, clustering, etc. Please consult the R project homepage for further information.

Es geht also ganz grob gesagt um das Thema Statistik. Und das ist ein Thema das mich schon auch interessiert, aus folgendem Hintergrund. Seit etwa 30 Jahren bin ich Sportschütze und in diesen 30 Jahren habe ich viele Versuche auf den unterschiedlichsten Rechnern und in den unterschiedlichsten Programmiersprachen gestartet um ein paar ganz triviale Dinge statistisch auszuwerten wenn es um meine Schießergebnisse geht. Als Rahmen dienen folgende Regeln:

  • Ein Sportjahr dauert 12 Monate
  • Man darf soviele Serien schießen wie man will
  • Wer mindestens 20 Serien geschossen hat, wird für die Jahresmeisterschaft gewertet
  • Für die Platzierung in der Jahresmeisterschaft zählt die Summer der 20 besten Ergebnisse

Rausgekommen sind diverse Programmmonster in BASIC (Commodore 64), FORTH, C, Perl usw. Jedesmal viel Aufwand und viel Mühe für das User-Interface und die Pflege der Daten. Der letzte Anlauf war in Perl und mit viel Mühe für einen Ergebnis-Parser.

Neulich habe ich dann mal ein paar Seiten Einführung zu R gelesen, relativ wenig im Vergleich mit den mehreren tausend Seiten die das herunterladbare Referenzmanual hat. Aber mir war schnell klar, dass ich hier ein Werkzeug in der Hand halte, das richtig angewendet mein individuelles Statistikproblem sehr elegant lösen könnte. Also ein wenig mit R gehackt und rausgekommen ist jetzt ein Auswertsystem das auf R basiert.

Die Ergebnisse die Ausgewertet werden sollen stehen in einer simplen Textdatei, die sieht momentan (nach 3 Ergebnissen so aus):

Datum Ringe
27.10.2009 341
30.10.2009 337
03.11.2009 348

Also jeweils ein Kalenderdatum und das an diesem Tag erzielte Ergebnis. So was liest man in R mit sehr wenig Aufwand ein:


f.einlesen <- function(name) {
# Einlesen der Daten aus Textdatei mit abschließendem
# Sortieren nach Datum
t.peng <- read.table(name, header=TRUE, sep=" ")
t.peng$Datum <- as.Date(t.peng$Datum, format="%d.%m.%Y")
t.peng[order(t.peng$Datum),]
}

Damit hat man einen Dataframe der die Daten enthält die in der Datei stehen. Und die kann man jetzt beliebig verwursten. Nach knapp 2 Tagen rumprobieren habe ich  135 Zeilen (inklusive Kommentare und Leezeilen) und die erfüllen schon mal sehr viel meiner Anforderungen. Um das mal zu verdeutlichen habe ich per Zufallsgenerator ein Jahr an Schießergebnissen des Kameraden “Zufallstreffer” erzeugt, der erzielt mit großer Steuung zwischen 320 und 370 Ringen. Ausgewertet sieht das dann so aus:

Rplot001Der Kamerad hat also 85 Serien, die Summe aus den besten 20 ist 7287. Und die Graphik zeigt, wie das jeweils beste und für die Wertung schlechteste Ergebnis sich im Laufe der Monate verschieben. Ebenso sieht man, dass der Gesamtschnitt (über alle 85 Serien) sich im Laufe der Zeit irgendwo einpendelt während der Schnitt der 20 gewerteten besten Serien sich natürlich ab Serie 21 abkoppelt und stetig nach oben bewegt.

Erstellt ist diese Graphik mit 2 Funktionsaufrufen, einmal da Einlesen der Daten, einmal das Erzeugen der Graphik. Und als Graphik-Gerät kann man sowohl eine Bilddatei als auch eine Postscript-Datei in A4-Größe erstellen die man dann auch in hoher Qualität ausdrucken kann.

Das alles wie gesagt in sehr kurzer Zeit entwickelt und dabei kratze ich gerade mal ein wenig an der Oberfläche von R und bin noch gar nicht in die Tiefe gegangen. Aber der schnelle Erfolg motiviert natürlich, sich weiter mit diesem Werkzeug zu beschäftigen und noch viel mehr damit anzustellen.

Stell Dir vor, jemand schenkt Dir 150 Euro

Was würdest Du mit dem Geld machen? Sparen? Ausgeben? Wenn Du es ausgibst, für was? Sinnvolles Zeugs oder Sachen wie Alkohol? Wenn Du jetzt sagst, was das mich angeht, dann gebe ich Dir recht. Anders sieht es wohl aus, wenn der Empfänger dieses Geldgeschenks zur Unterschicht gehört. Dann wird er mit versteckter Kamera verfolgt und muss sich hinterher rechtfertigen wenn er statt Windeln fürs Baby halt einen Sixpack für Papa gekauft hat. So berichten es heute die NachDenkSeiten mit Hinweis auf den Artikel 1 GG: Die Würde des Menschen ist unanatastbar. Offensichtlich glaubt aber RTL sich nicht daran orientieren zu müssen und stellt hier Menschen bloß die vorher ein Geldgeschenk erhalten haben das im Vergleich zu ihrem normalen Monatseinkommen schon als “groß” gelten kann. Also vergleichbar wenn ich bei meinem guten Gehalt mich plötzlich über ein paar Tausender extra freuen dürfte. Dann würde ich auch ein wenig feiern. Aber Menschen aus der “Unterschicht” ist das wohl nicht vergönnt, die werden dann in explosiven Sendungen an den Pranger gestellt.