Mein erstes Rendering mit Kino

Heute habe ich den Videofilm des Nachbarn in den PC gespielt und weil der ja eine 1:1-Kopie davon auf DVD haben wollte habe ich Kino nicht nur zum Einspielen sondern auch zum Rendern genommen. Hat auch ganz gut funktioniert, allerdings wird das in Kino eingestellte Seitenverhältnis von 16:9 nicht nach QDVDAuthor transportiert und so war die erste DVD im falschen Seitenverhältnis gebrannt. Muss ich mir fürs nächste Mal merken.

Wenn die Tools spinnen

Gestern habe ich auf der Abschlußfeier in Stefans Kindergarten gefilmt. Heute wollte ich das Material in der Kamera in eine DVD verwandeln, aber das war gar nicht so einfach wie ich das gerne gehabt hätte.

Das Einspielen mit Kino ging noch problemlos, ebenso das Zusammensetzen des Videos mit Cinelerra. Beim Ansehen des Endproduktes kam dann aber der Ärger, denn das Endergebnis war sozusagen nur Bildstörung. Reproduierbar mit dem Cinelerra-Paket von Debian-Multimedia.org.

Also habe ich mal wieder ein paar Alternativen versucht. Kino ist für jemanden unter Zeitdruck nicht wirklich intuitiv zu bedienen wenn man einen Film schneiden will. Kdenlive aus dem Debian-Multimedia-Repository ist mir sozusagen nach 2 Minuten um die Ohren geflogen, ebenso der Openmovieeditor den es da noch gibt. Auch ein Versuch Openshot über den Install-Wizard zu installieren scheiterte an einer sudo-Passworteingabe-Orgie. Und Openshot aus den Sourcen moniert fehlende Python-MLT-Bindings.

Also wieder zurück zu Cinelerra. Eine Version 4.1 die ich mal runtergeladen hatte ließ sich nicht compilieren. Anders die Version 2.1CV die ich vom Git-Repository runtergezogen habe, die compilierte nach einer langen Orgie mit dem Installieren der Dependencies (dev-Pakete) und damit war dann der Film auch wieder korrekt gerendert.

Fazit: Auch im Jahr 2010 ist Videoschnitt auf Linux leider nichts was “out-of-the-box” funktioniert.Besonders schade ist dabei, dass die Binärpakete von Debian-Multimedia diese Fehler haben und man die gravierenden Fehler erst merkt, wenn man das Endresultat begutachtet.

Nach deutlich mehr Zeitaufwand als geplant ist jetzt aber trotzdem die”Master-DVD” fertig und die scheint so zu laufen wie ich mir das vorstelle. Am Wochenende wartet die nächste Cassette auf mich, der Nachbar hat auch einen Film vom Kindergarten seiner Tochter. Da werde ich vielleicht mal gucken, wie der Schnitt mit Kino funktioniert.

Nochmals Ärger mit QDVDAuthor

Am Donnerstag war in Stefans Kindergarten das Abschlußfest und ich “durfte” filmen. Das Rohmaterial habe ich in drei kleine Filmchen aufgeteilt die auch relativ schnell mit Cinelerra geschnitten waren. Die einzige “Neuerung” beim Schneiden war der Abspann dessen Lauftext ich jetzt gleich mit Inkscape gemacht habe ohne den Umweg über OpenOffice-PDF-Export und GIMP zu gehen. Der Text wurde in 1024-Breite erstellt und dann wieder auf 720 runtergerechnet wegen des 16:9-Seitenformates.

Continue reading

Frühlingskonzert DVD 2.0

Nachdem ich den Artikel zum “Making of…” geschrieben habe hat es mich masiv genervt, dass das mit dem Kapitelauswahlmenü nicht funktoniert hat. Also nochmal nach QDVDAuthor und ein wenig geschaut, was es für Optionen gibt. Ja, wenn man weiß wie es geht ist es einfach:

  1. Rechtsklick in der Previiew des jeweiligen Menüs
  2. Dort im Kontext-Menüs “Properties” auswählen
  3. In den Properties gibt es einen Reiter “Geometry”
  4. Dort gibt es wieder einen Button Size. Wenn man den drückt, erzählt einem QDVDAuthor daß die Größe nicht passt und ob man das Ändern will. “Yes” anklicken
  5. Im nun aufgehenden Dialog kann man das Menü auf die Größe 720×576 einstellen und auch das Seitenverhältnis von “4:3″ nach “16:9″ ändern.
  6. Verlassen mit Accept

Jetzt funktioniert das DVD-Erzeugen auch mit den Submenüs. Trotzdem ärgert es mich, denn wie schon in der Vergangenheit ist das was QDVDAuthor hier bietet alles andere als “Usability”.

Making of Frühlingskonzert-Video

Seit Ende April wartet das Frühlingskonzert das ich damals in der Schule aufgenommen habe auf die Bearbeitung und das Brennen einer Konzert-DVD. Mittlerweile habe ich mich aufraffen können dieses Projekt in Nachtschichten anzugehen und da es sozusagen ein Meisterwerk werden woll blogge ich hier mal mit, welche Schritte durchgeführt wurden um das Endergebnis zu erreichen.

Continue reading

Keynote zum Linux-Info-Tag 2009

So, nach einer langen Upload-Nacht sind alle 6 Teile auf YouTube und als eingebettete Playlist sieht das jetzt so aus:

Beim Schneiden habe ich absichtlich eine Überlappung von 10 Sekunden gemacht damit keine harten Schnitte mitten im Wort passieren. Wundert Euch also nicht beim Abspielen, denn da Spielt der Player natürlich die ganze Playlist ab und man hat dann an den Überlappungen den Text doppelt. Muß ich beim nächsten Video das ich in Teilen hochlade definitiv anders machen.

Weitere Planungen:

  • Die restlichen Videos ebenso schneiden und auf YouTube hochladen
  • DVDs von den kompletten Vorträgen machen

Als nächstes schiebe ich aber in jedem Fall den Film vom Schulkonzert ein, der ist mir sehr wichtig und ich will, daß die kleinen Musikanten ihr Meisterwerk noch vor den Ferien bekommen.

Video-Splitten für Anfänger

Gestern habe ich mich endlich mal aufgerafft mit den Videos vom Linux Info Tag 2009 anzufangen. Als erstes habe ich meine Keynote von der Kamera in den Rechner gespielt und dann die Teile mit Cinelerra zusammengebaut. Am Anfang eine kleine Titeleinblendung und großartige Überblendungen usw. braucht man ja gar nicht. Bis kurz vor 23:00 hat der Rechner dann noch mit Rendern verbracht und rausgekommen ist eine MPEG-Datei mit 757 Megabyte und knapp 53 Minuten Laufzeit.

757 Megabyte sind zuviel für meinen Webhoster, aber wozu hat man einen YouTube Account? Das Dumme ist nur, dass YouTube maximal 10 Minuten große Videos erlaubt. Also das Ding zerlegen.

Der erste Anlauf war mit mpgtx, aber der war nicht so erfolgreich, denn wenn ich da Zeitabschnitte extrahieren will, dann kommt das Programm heftig durcheinander, wohl wegen der variablen Bitrate.

Mit ein wenig Suchen bin ich dann zu einer Lösung mit ffmpeg gekommen, die zu funktionieren scheint:
ffmpeg -vcodec copy -ss 00:09:00 -t 00:09:10 -i keynote-full.mpg keynote-p2.mpg

Damit wird von Position 9:00 ein 9:10 Minuten langes Teilstück aus keynote-full.mpg rausgeschnitten und in keynote-p2.mpg abgelegt. Ich habe mal immer 9:10 Minuten lange Stücke geschnitten und die Grenzen bei Vielfachen von 9 Minuten gelegt, d.h. die einzelnen Teile für Youtube überlappen sich um 10 Sekunden. Das sollte passen.

Das Problem mit dem ich jetzt kämpfe: Der erste Teil lädt gerade zu YouTube hoch, aber bei einem Upstream von 448 kb/sec dauern 125 Megabyte also ungefähr 2400 Sekunden oder eben 40 Minuten. Die ganze Keynote zum Hochladen wird mich also mindestens 4 Stunden kosten, d.h. da wird der Rechner heute Nacht wieder strapaziert werden, denn bis zu 10 Videos kann man wohl als “Mini-Batch” aus dem Browser gleichzeitig hochladen. Ich hoffe, morgen hier dann die fertigen Videos auf YouTube verlinken zu können.

Die weiteren Vorträge vom LIT werden aber noch etwas dauern, höchste Videoschnitt-Priorität hat nun das Video vom Schulkonzert im Mai, denn das sollte noch vor den Sommerferien als DVD fertig sein und verteilt werden. Und es wird sehr viel aufwendiger werden mit vielen Überblendungen und Effekten, mich also schon ein paar Nächte mit Videoschnitt beschäftigen.

Rendering Nights

Unterm Schreibtisch lärmt mein Rechner unter Volldampf. 2,4 GHz bei 100% CPU. Der Grund ist ein Video das gerade gerendert wird. Ich habe hier nämlich einen ganzen Stapel von Videos die alle mal von der Kamera eingespielt, bearbeitet, gerendert und dann auf DVD gebrannt werden sollen. Einiges ist selbst gefilmt, zwei Filme kommen vom Nachbarn.

Continue reading

Der erste Film mit Cinelerra

Letzte Woche hat sich Nachbar Martin die Videocamera ausgeliehen um das Abschlußkonzert im Kindergarten zu filmen. Ich habe dann diese Woche mal das Band eingespielt und mit Cinelerra zusammengestückelt was da an Material vorhanden war.

Das war eine schöne Übung für Cinelerra-Nutzung, immerhin habe ich jetzt gelernt, daß Überblendungen hier ein wenig anders ablaufen als bei Kdenlive. Cinelerra startet eine Überblendung zum Zeitpunkt an dem der neue Clip anfängt und verlängert den vorherigen Clip dann entsprechend. Das bedetuet aber, wenn der vorherige Clip im Rohmaterial ebenfalls zuende ist, dann verlängert er sich in Richtung Standbild.

Das Rendern von 1 Stunde Film dauert für das Video ca. 2 Stunden und für die Audio-Tracks nochmals ungeführ 15 Minuten. Danach wieder Multiplexen in ein paar Minuten und dann kommt ein sehr ansehliches Video heraus. Und ja, die Kinder waren echt gut in ihrem Konzert.

Die erste DVD vom neuen Camcorder

So, seit gestern abend habe ich heftig viel mit Kdenlive gearbeitet und aus ca. 90 Minuten DV-Band dann eine kleine DVD abgemischt mit ein paar Clips die unseren Sohn Stefan bei seinen Lieblingsbeschäftigungen zeigen.

Das ganze artet in “Knochenarbeit” aus. Man sieht den Clip beim Einspielen von der Camera und hat dann danach jede Menge DV-Dateien auf der Festplatte. Dabei wird nach je ca. 1 GB (entspricht ungefähr 5 Minuten Video) eine neue Datei angefangen. Hat man alles im Rechner kann man die Kamera wieder abschalten und dann geht es im Clip-Monitor weiter. Da suche ich die Abschnitte raus, die dann ins Endprodukt sollen, jeder Abschnitt wird markiert und dann auf eine der drei “Videospuren” zum Abmischen gezogen. Zwischen den Szenen kann man einfach Übergänge einfügen und am Anfang und Ende Titel und Abspann über Text-Clips erzeugen.

Ist der Kurzfilm (z.B. “Stefan beim Fahrradfahren”) fertig, dann kann man die Zeitleiste als VOB-Datei exportieren damit man später damit eine DVD machen kann. Dieser Export ist nochmals recht rechenzeit-intensiv und man kann dann locker Kaffeetrinken gehen. Nach einer Weile ist der Export dann fertig und weiter geht es mit dem nächstnen Kurzfilm.

Ziwschendurch wird Kdenlive immer neu gestartet, denn so ganz absturzfest ist es nicht. Ich werde wohl mal die Version 0.5 aus den Sourcen bauen müssen, die ist dann vielleicht stabiler.