Euroland ist abgebrannt

211.000.000.000 € ist die Summe der Garantien die Deutschland nun in den Euro-Rettungsschirm investiert. Das sind also ungefähr zwei Drittel eines Bundeshaushaltes die wir nun zur Rettung von Griechenland, dem Euro und den Banken bereitstellen. Wobei “wir” in diesem Kontext wohl die untern 90% der Bevölkerung bedeutet, keinesfalls aber die Reichen oder gar die Finanzjongleure die uns diese ganze Suppe eingebrockt haben.

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Links für 2011-09-27

Und schon wieder habe ich drei Links die ganz interessant sind:

Links für 2011-09-16

Hier mal wieder drei Links zum Lesen und Nachdenken:

Links für 2011-09-13

Heute wieder drei Links:

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Links für 2011-08-17

Wieder gibt es ein paar interessante Links:

  • Kalter Krieg zwischen Google, Apple und Microsoft” – Zeit Online belichtet den Patentstreit bei den Smartphones und Tablets
  • Did Apple “photoshop” a picture to make its point in Samsung case?” – Jan Wildeboer stellt fest, dass in der Klageschrift von Apple vs. Samsung in Sachen Verkaufstopp für das Samsung-Tablet dieses falsch abgebildet wurde um den Eindruck einer Produkt-Kopie zu erwecken. (in Englisch)
  • Bankenbanditismus” – Der Schockwellenreiter hat ein interessantes Video mit Jean Ziegler zur Finanzkrise und den Maßnahmen gefunden.
  • Hurra, wir sparen uns kaputt” – Wolfgang Lieb von den NachDenkSeiten über den katastrophalen Sparkurs überall in Europa.
  • Dumm wie Boironstroh” – Der Schockwellenreiter berichtet über eine Firma die einen Blogger wegen seiner Meinung zu ihren homöopathischen Mitteln abmahnen will und dabei einen ganz und gar nicht homöopathischen Streisand-Effekt auslöst.

Links für 2011-08-03

Mittlerweile haben sich wieder einige Links auf lesenswerte Artikel im Netz angesammelt. Zeit, das hier mal zu posten:

Amerikas Bankrott verschoben

Die Nachricht des Tages ist heute wohl, dass die Vereinigten Staaten ihr Problem mit der Staatsverschuldung “gelöst” haben. Der Twitterer @nichtstefanraab hat das mal so formuliert:

Die amerikanische Staatspleite wurde dadurch abgewendet, dass das, was vorgestern noch Staatspleite war, jetzt nicht mehr so genannt wird.

Tatsächlich darf Obama die Staatschulden um weitere 2,4 Billionen Dollar vergrößern, doch der Preis dafür ist hoch (Quelle NachDenkSeiten):

Der US-Präsident hat so gut wie alle Forderungen der Republikaner übernommen: Trotz Rekorddefizit wird es keine Steuererhöhungen geben, zur Konsolidierung des Haushalts werden nur Ausgaben gekürzt.

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Deutschland will Euro-Rettung um jeden Preis

Mit dieser Schlagzeile auf Seite 1 begrüsste mich heute Morgen meine Tageszeitung. Da stell ich mir doch die Frage, ob das tatsächlich so ist und werfe gleich mal eine Umfrage in die Runde:

Willst Du die Euro-Rettung um jeden Preis?

  • Nein (85%, 11 Votes)
  • Ja (15%, 2 Votes)

Total Voters: 13

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Und während in den Zeitungen immer von einer “Schuldenkrise” die Rede ist habe ich heute einen sehr interessanten Kommentar gelesen der meint, man könne das ganze auch als “Guthabenkrise” bezeichnen.

Wer fürchtet sich vorm Staatsbankrott?

Das Top-Thema dieser Tage ist die Finanzkrise in Griechenland. Der Pleitegeier kreist weiterhin über der Akropolis und wenn wir nicht weiteres Geld nach Athen schicken, dann prognostizieren uns die sogenannten “Experten” schon ein Ende des Euro, zumindest aber ein Finanzerdbeben wie es die Welt noch nicht gesehen hat.

Das will keiner riskieren, Griechenland ist also für den Fortbestand des Euro ebenso “systemrelevant” wie  es damals die HRE-Bank für Deutschland war. “Too big to fail” wie es so schön heißt. Also pumpt man weiteres Geld nach Griechenland und um das dem Bürger zu erklären tut man so als würde man die Gläubiger Griechenlands auch an den Kosten der Staatsrettung beteiligen.

Die Gläubiger sind natürlich keine Privatleute sondern Banken und vielleicht noch Konzerne die was an Griechenland verkauft haben. Wir erinnern uns, als unsere Bundeskanzlerin das erste Rettungspaket auf den Weg schickte war sie in Griechenland und kam mit Bestellungen für U-Boote und Kampfflugzeuge zurück, also genau das Spielzeug das ein Land braucht um eine Finanzkrise zu meistern. Oder eben das gemeine Volk das  gegen die von oben verordneten Sparbeschlüsse aufbegehrt und auf den Straßen demonstriert.

Wie dem auch sei, nachdem es Griechenland so lausig geht wurde es von den Aasgeiern des Kapitalismus, den Ratingagenturen, nochmals in seine Kreditwürdigkeit herabgestuft. Was letztlich nur bedeutet, dass die Konditionen zu denen Griechenland Geld an den Finanzmärkten bekommt immer schlechter und die Zinsen immer höher werden.

Was besseres kann den Gläubigern doch gar nicht passieren. Ein Schuldner der um jeden Preis gerettet werden muss bei gleichzeitiger Explosion der Zinslast, die ja mit dem Risiko des Kreditausfalls (was aber wegen des Rettungszwanges gleich Null ist) begründet wird. Also sozusagen eine Gelddruckmaschine.

Bezahlen wird am Ende der Steuerzahler bei den Ländern die Hilfspakete schnüren und die Leute in Griechenland, die zu Tode gespart werden. Und die Gläubigerbanken freuen sich, denn ihr Profit ist sozusagen garantiert.

Da wünsche ich mir doch glatt ein Ende mit Schrecken, also den Staatsbankrott von Griechenland statt eines Schreckens ohne Ende, also das weitere Umverteilen von Milliarden die unsere Regierungen hier ungeniert den Banken zuschanzen. Und wenn dabei der Rest von Euroland auch einen Systemreset hinlegen muss bin ich auch nicht traurig. Vielleicht wacht das Volk dann überall mal auf und bemerkt, wie es über den Tisch gezogen wird. Wobei ich hier in der Meldung, dass nur noch 9% der Bevölkerung den Politikern vertrauen einen Anfang sehe.