Links für 2011-09-16

Hier mal wieder drei Links zum Lesen und Nachdenken:

Links für 2011-08-31

Heute wieder ein paar Links zum Lesen und Nachdenken:

Links für 2011-08-23

Heute wieder ein paar interessante Links die sich in den letzten Tagen angesammelt haben:

Links für 2011-08-12

Wieder gibt es ein paar Links auf interessante und lesenswerte Artikel im Netz:

Exporteure des Todes

Dieser Tage kam es mal wieder raus, dass “Made in Germany” auch ein Qualitätsmerkmal für Kriegswaffen ist. Und die werden, so wie unsere Leopard-Kampfpanzer auch gerne mal exportiert, neuester Abnehmer ist Saudi-Arabien die gleich mal 200 Exemplare dieses Panzers geordert haben.

Und was tut unsere Regierung? Sie schweigt sich aus über diesen Deal. Die Ausschuüsse die so etwas genehmigen tagen im Geheimen und so weiß niemand, welche Fakten dieser Entscheidung zugrunde liegen. Rationales Denken schließe ich in diesem Fall kategorisch aus, wer ein wenig die gravierenden Veränderungen in der arabischen Welt verfolgt hat wird bemerkt haben, dass auch das saudische Volk nicht wirklich glücklich und zufrieden lebt. Na ja, jetzt hat die Regierung in Riad wenigstens “Argumente” um das Volk an der Artikulierung ihrer Demokratiewünsche zu hindern. Gut gemacht Frau Bundeskanzlerin. Immer erst mal an den Profit der Exportwirtschaft denken und dann an solche banalen Dinge wie Menschenrechte, Demokratie und sonstiges störende Gedankengut.

Brian Haw gestorben

Am Samstag ist Brian Haw, ein außergewöhnlicher Mann an Lungenkrebs gestorben. Was ihn so außergewöhnlich macht war, dass er mehr als die letzten 10 Jahre seines Lebens dem Protest gegen die britische Beteiligung am Irak-Krieg gewidmet hat. Und das 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche. Er hat davor im Wortsinn vor dem Parlamentsgebäude in London sein Zelt aufgeschlagen und unermüdlich sowohl dort als auch über sein Blog in dem er deutlich aussprach, dass er seinen Protest vor allem wegen der Kinder die in den Krieg geschickt werden und dort sterben macht.

Brian Haw hat mit seinem Protest etwas geleistet vor dem wir alle tiefsten Respekt empfinden sollten. Ich stelle mir gerade vor wie es wäre, wenn ich jetzt meine Familie verlassen müsste um vor dem Berliner Reichstag zu campen und dort die nächsten 10 Jahre gegen den Afghanistan-Krieg demonstrieren würde. Undenkbar, 10 Jahre ohne Familie, alles aufgeben was man liebt um einen Protest gegen den Krieg zu artikulieren. Ich würde wahrscheinlich nach 10 Tagen aufgeben weil ich es ohne meine Kinder nicht aushalten würde.

Brian Haw hat es 10 Jahre lang ausgehalten. Etwas wofür wir ihm unseren Respekt zollen müssen.

Was heißt Guido ausgeschrieben?

Die Antwort ist einfach: “Gezieltes Umbringen ist doch okay“. So zumindest die Meinung unseres Außenministers zum Thema Afghanistan. Interessant ist dabei, dass Herr Westerwelle von einem “nichtinternationalen bewaffneten Konflikt” spricht. Sorry, aber wenn das “nicht international” ist, was machen nicht-afghanische Soldaten dann in Afghanistan? Ein Kommentar im Heise-Forum hat das schön beschrieben:

“Wir schicken Soldaten in fremde Länder, damit die dort ihre eigeneSicherheit gewährleisten. “

Bin mal gespannt, ob Herr Westerwelle in Horst Köhlers Fußstapfen wandeln will…

Da ist man mal ein paar Tage im Urlaub…

und schon überschlagen sich die Ereignisse. Da nimmt man die Zeitung aus dem Briefkasten wenn man wieder heimkommt und was springt einem entgegen? Der Bundespräsident hat sich überraschend doch für die “Rente mit 67″ entschieden. Das ist dann doch mal ein historisches Ereignis, auch wenn die Begründung für den Rücktritt sehr seltsam erscheint. Immerhin, Respekt Herr Köhler für diesen Schritt. Wenn sich doch unsere Angie daran ein Beispiel nehmen würde.

Die Zeitung von gestern teilt mir mit, ich wäre Lena. Und ich muss zugeben, ich habe den Singwettbewerb nicht am TV verfolgt, denn als der lief hatte ich ein schönes Abendessen mit meiner Frau in einem netten Restaurant in Genua. Und ich habe trotz des ganzen Medienrummels um Lena bis jetzt immer noch nicht eines ihrer Lieder gehört. Und hey, ich lebe trotztdem. Und wo wir gerade beim Thema Musik sind, wir waren im Urlaub in einem kleinen Musikgeschäft das einen ganz besonderen Flair hatte. Obwohl der Laden relativ überschaubar von der Fläche war und die beiden Besitzer das Rentenalter schon deutlich überschritten hatten strahlte der Laden eine ganz eigene Atmosphäre aus. Es gab sehr viele schöne Instrumente, von der Blockflöte über die E-Gitarren bis hin zur Violine oder dem Kontrabass. Sozsagen der “Tante Emma Laden” für Musik.

Tja, und dann gibt es noch die unangenehmeren Nachrichten. Dass BP es nicht schafft mit “Top Kill” ihr Ölbohrloch zu stopfen war ja eigentlich klar. Die Sache wächst sich zum absoluten Desaster aus und es ist sehr schmerzlich zu sehen, wie die Natur am Golf von Mexico im Ölsumpf untergeht. Die andere Nachricht die mir sauer auf den Magen schlägt, ist dass Israel nun auch meint, Piraterie betreiben zu müssen. Anders kann ich den Überfall auf den Hilfskonvoi für Gaza in internationalen Gewässern nicht bezeichnen. Und wenn Israel dann wie heute in der Zeitung beschrieben sich auch noch erstaunt zeigt, dass sich die Überfallenen diesem Überfall zur Wehr setzen, dann frage ich mich schon, ob die komplett ein Rad abhaben.

In Augsburg geht es so chaotisch wie immer zu. Für den heißgeliebten Königsplatzumbau feilen wir mittlerweile am dritten Bürgerbegehren und es bleibt abzuwarten, wann tatsächlich mal irgend eine Art von Umbau passieren wird, mittlerweile sind wir ja nur dabei, alles zu zerreden und nichts mehr zu tun. Klar, der Königsplatz ist alles andere als einfach umzubauen, aber das ist ja auch keine Neuigkeit. Ob man statt der Fuggerstraße jetzt einen Tunnel bauen soll oder nicht ist in meinen Augen nur eine unbedeutende Randnotiz des Problems. Die Kernfrage ist doch, ob wir wirklich alle Straßenbahnlinien an einem Punkt in der Stadt kreuzen müssen oder ob eine andere Netztopologie im Nahverkehr nicht sinnvoller wäre.

So, jetzt bin ich wieder da, wieder online und darf mich erst mal durch den RSS-Feed wühlen um zu sehen was es sonst noch so gab.